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IHK Erfurt kritisiert Mehr an Bürokratie durch elektronische Bilanz


Die für 2012 geplante Einführung der elektronischen Übermittlung von Jahresabschlüssen stößt in der Wirtschaft auf ein negatives Echo. Befürchtet würden höhere Kosten und mehr Bürokratie, erklärte die Industrie- und Handelskammer (IHK) Erfurt am Dienstag. Als Maßstab der Neuregelung müsse das gelten, was bislang nach dem Handelsgesetzbuch (HGB) abgefragt werde: 23 Bilanz-Positionen für die Bilanz eines kleinen Unternehmens, 62 im Fall einer mittelgroßen oder großen Kapitalgesellschaft.

„Nach offiziellen Informationen der Bundesregierung haben die Pläne für die E-Bilanz aber zur Folge, dass eine Steigerung der Angaben von über 500 Prozent im Vergleich zur alten Regelung erfolgt“, kritisierte IHK-Hauptgeschäftsführer Gerald Grusser. Das sei „eine inflationäre und kostenintensive Datenerfassung zu Lasten der Betriebe, die nicht zu rechtfertigen ist“, fügte er hinzu.

Gläsernes Unternehmen

„Das Ganze geht in Richtung gläsernes Unternehmen. Der eigentlich beabsichtigte Bürokratieabbau ist nicht zu erkennen“, sagte Grusser. Die durch das gesetzliche Motto „Elektronik statt Papier“ geweckten Erwartungen der Wirtschaft seien nicht nur unerfüllt geblieben, sondern sogar ins Gegenteil verkehrt worden.

27.03.2012