Mehr Stellen als Bewerber für Lehre
Die Zahl der Bewerber für eine Lehrstelle in Thüringen reicht nicht aus, um alle angebotenen Stellen zu besetzen. Das ergab eine erste Bilanz der Bundesagentur für Arbeit. Rund 8200 Jugendliche hätten sich bis Mitte März für eine betriebliche Ausbildung in ihrer Arbeitsagentur oder ihrem Jobcenter registriert, fast soviel wie im Vorjahr. Dafür sei die Zahl der gemeldeten betrieblichen Ausbildungsstellen um fast sechs Prozent auf aktuell fast 10.900 gewachsen.
Rein rechnerisch kommen auf 100 Bewerber 134 Lehrstellen. „Diese Entwicklung zeichnet in Etwa das gleiche Bild wie im letzten Jahr. Es besteht ein hohes Risiko, dass der gestiegene Ausbildungsbedarf der Thüringer Unternehmen nicht gedeckt werden kann“, sagte Kay Senius, Chef der BARegionaldirektion, am Donnerstag in Halle. Unversorgt seien aktuell noch 5500 Ausbildungsbewerber. Dem stünden noch 8200 unbesetzte Lehrstellen gegenüber, 2,7 Prozent mehr als im März 2011.
Am Markt orientieren
„Jugendliche sollten sich bei der Berufswahl stärker an den regionalen Bedarfen orientieren. Es gibt auch in vielen anderen Berufen freie und attraktive Stellen“, sagte Senius. Besonders gute Ausbildungs- und Übernahmechancen nach erfolgreicher Lehre haben Jugendliche, als Industriemechaniker, Mechatroniker, Zerspanungsmechaniker aber auch in einem anderem Metallberuf, als Fachkraft in der Lagerlogistik, Elektriker, Berufe in der Kunststoffverarbeitung, in der Nahrungs- und Genussmittelherstellung.
Service der Arbeitsagenturen
Unter der Service-Nummer 01801 555 111 (Festnetzpreis 3,9 ct/min; Mobilfunkpreise höchstens 42 ct/min) können sich Jugendliche einen Termin beim Berufsberater reservieren lassen. Außerdem ist das Berufsinformationszentrum (BiZ) in jeder Agentur für Arbeit eine gute Adresse für Ausbildungssuchende. Ganz einfach von zu Hause aus können sich Jugendliche unter www.arbeitsagentur.de in der JOBBÖRSE der Bundesagentur für Arbeit über freie Ausbildungsstellen informieren.
29.03.2012
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