TÜV warnt: Stress am Steuer erhöht Unfallrisiko
Verkehrspsychologen warnen davor, sich nach hektischer Reisevorbereitung gestresst hinters Steuer zu setzen und so in den Osterurlaub zu fahren. Stress am Steuer erhöht das Unfallrisiko beträchtlich. Deshalb sollte man sich ein Zeitpolster verschaffen und ausgeruht in den Urlaub starten, rät der TÜV Thüringen.
„Wer womöglich genervt von der Arbeit nach Hause kommt, schnell ein paar Sachen packt, die Familie schnappt und sich Hals über Kopf mit dem Auto auf den Weg macht, setzt sich unnötigem Stress aus“, sagte Dr. Don DeVol, Verkehrspsychologe des TÜV Thüringen. Psychische Stresssituationen aber schränkten die Fahrtüchtigkeit ein, die Fehlerquote steige. Im schlimmsten Fall ende der Ostertrip in einem Unfall.
Sekundenschlaf droht
Gerade Kurzurlaube bereiten Wenigfahrern Schwierigkeiten, da sie ihren gewohnten Tagesrhythmus unterbrechen, wie DeVol weiß. „Wer sich in dieser Situation übermüdet oder überanstrengt hinters Steuer setzt, riskiert die Gewalt über sein Fahrzeug zu verlieren. Sekundenschlaf und Konzentrationsschwäche sind immer wieder Unfallursache im Urlaubsreiseverkehr“, meint der Verkehrspsychologe.
Sorgfältig vorbereiten
Der Tipp des Verkehrsexperten ist, möglichst ausgeruht und mit Zeitpuffer die Fahrt anzutreten. Zu einer guten Reisevorbereitung gehöre es, wichtige Papiere, wie Pass, Personalausweis und Führerschein bereitzuhalten. Um mögliche Staus umfahren zu können, sollte die Reiseroute mit Alternativstrecken geplant werden. Navigationsgeräte seien heutzutage hilfreiche Reisebegleiter, die eine stressfreie Fahrt ermöglichen. Und wer seine Abfahrtszeit nicht in die Hauptverkehrszeit legt, vermeidet von vorneherein unnötige Standzeiten.
03.04.2012
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