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Immer mehr ältere Beschäftigte


Bereits mehr als ein Viertel der Menschen in Deutschland im Alter zwischen 60 und 64 Jahren hat einen Job. Dieser Trend ist nach einer aktuellen Analyse der Industrie- und Handelskammer (IHK) Erfurt auch in Thüringen zu beobachten ist. Hier habe sich die Beschäftigtenzahl in dieser Altersgruppe im Zeitraum von 2007 bis 2011 mehr als verdoppelt.

„Die Zahl derer, die bis zum gesetzlichen Rentenalter arbeiten, nimmt auch im Freistaat kontinuierlich zu. Innerhalb von knapp fünf Jahren hat sich der Anteil der Beschäftigten mit einem sozialversicherungspflichtigen Arbeitsverhältnis unter den 60- bis 64-Jährigen um gut 12 Prozentpunkte erhöht“, sagte IHK-Hauptgeschäftsführer Gerald Grusser am Donnerstag in Erfurt unter Hinweis auf aktuelle Daten der Bundesagentur für Arbeit.

Danach habe die Beschäftigungsquote in dieser Altersklasse im September 2011 bei 30 Prozent gelegen. Anfang 2007, kurz nach dem politischen Startschuss für die Anhebung des Renteneintrittsalters, wären es nur 17,6 Prozent gewesen. Insgesamt hatten im September 2011 knapp 40.000 Thüringer im Alter von 60 bis 64 Jahren eine sozialversicherungspflichtige Arbeit - rund 18.000 mehr als 2007.

Grusser plädierte dafür. die Rahmenbedingungen in den Unternehmen für eine längere Erwerbsphase noch weiter zu verbessern. Hierzu zählten flexible Arbeitszeiten, eine altersgerechte Arbeitsorganisation und -umgebung, Karrierechancen im Alter, lebenslanges Lernen und Angebote zur betrieblichen Gesundheitsförderung.

12.04.2012