Bundesregierung bestätigt Konjunkturprognose
Die Bundesregierung erwartet einen Anstieg des realen Bruttoinlandsprodukts von 0,7 Prozent in diesem Jahr und von 1,6 Prozent im nächsten Jahr. Damit bekräftigt sie ihre früheren Prognosen und bleibt etwas verhaltener in der Einschätzung der wirtschaftlichen Entwicklung als die führenden deutschen Wirtschaftsinstitute. "Die deutsche Wirtschaft kommt wieder in Schwung“, erklärte Bundeswirtschaftsminister Philipp Rösler am Mittwoch in Berlin.
Triebfeder des Wachstums bleibe die Binnenkonjunktur. Dabei spiele die ausgesprochen positive Entwicklung am Arbeitsmarkt eine besondere Rolle. Die Wachstumsdelle der letzten Monate habe den Beschäftigungszuwachs nicht gestoppt. Die Erwerbstätigkeit werde weiter deutlich steigen und gleichzeitig die jahresdurchschnittliche Zahl an Arbeitslosen in den kommenden zwei Jahren noch mal um insgesamt fast 200.000 Personen zurückgehen. Damit sinke die Arbeitslosenquote in diesem Jahr auf 6,7 und im nächsten Jahr auf 6,5 Prozent.
Schuldenkrise nicht gelöst
Rösler warnte indes vor anhaltenden Risiken. Die europäische Staatsschuldenkrise sei noch nicht gelöst. Steigende Preise könnten sich zudem zu einem Risiko für den Aufschwung entwickeln.
25.04.2012
Hintergrund
Viel Kohle ohne Risiko
Der Trojaner legte weltweit Computer lahm. Angeblich sollten die Nutzer pornografisches Material oder illegal Musik oder Videos aus dem Netz herunter geladen haben, erklärte die Mail mit dem Signum von Polizeibehörden aus aller Welt. 100 Euro sollte man zahlen, dann würde der Computer wieder frei geschaltet. Drei von 100 Betroffenen zahlten. Es hat ihnen nichts genützt, berichtet Gerald Hesztera von der europäischen Polizeibehörde Europol am Donnerstag auf einer Fachtagung in Erfurt. Sie sind Cyberkriminellen aufgesessen.
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Harte Einschnitte
Regierungschefin Christine Lieberknecht spricht von einem „dramatischen Bericht“. Und in der Tat hat die von der schwarz-roten Landesregierung berufene Expertenkommission dem Freistaat harte Einschnitte nahe gelegt. Sie betreffen einerseits die Landesverwaltung selbst, andererseits aber auch die Kommunen und ihre Strukturen. Da aber beginnt ein Dilemma. Denn für die Reformen der beiden Ebenen hat Lieberknecht einen unterschiedlichen Zeitplan.
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