Panorama

Geldauflagen in Strafsachen über 1,76 Millionen Euro verhängt

Im Jahr 2011 haben die Thüringer Gerichte und Staatsanwaltschaften in Ermittlungs-, Straf- und Gnadenverfahren Geldauflagen in Höhe von rund 1,76 Millionen Euro verhängt. Das Geld kam gemeinnützigen Einrichtungen zugute, wie das Thüringer Justizministerium am Mittwoch in Erfurt mitteilte. Viele der Projekte und Vereine  unterstützen Opfer von Straftaten oder leisten präventive Arbeit in der Straffälligenhilfe. Gegenüber dem Vorjahr 2010 verringerte sich die Summe um 560.000 Euro. In die Staatskasse flossen außerdem 270.137,50 Euro.

775 verschiedene Einrichtungen und Vereine profitierten von den Bußgeldern. Die meisten Zuwendungen erhielten der „Bund gegen Alkohol und Drogen im Straßenverkehr“, gefolgt von der Opferschutzorganisation Weißer Ring e.V. und der Stiftung Kinderhospiz Mitteldeutschland. Unter den Empfän­gern sind darüber hinaus Einrichtungen aus Kultur, Naturschutz, Sport, Ge­sund­heits­pflege, Verkehrssicherheit, Bildung, Jugend und Freizeit. Gerade im Bereich der Kinder- und Jugendarbeit können mit Hilfe der Geldzuweisungen vielfältige Angebote realisiert werden.

09.05.2012