Wirtschaft & Politik

3 Millionen mehr Fahrgäste in Regionalzügen


Foto: TMBLV

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Die Zahl der Fahrgäste in den Regionalzügen ist in Thüringen in den vergangenen zehn Jahren um drei Millionen auf jährlich 21 Millionen gestiegen. Das Nahverkehrsnetz solle auch weiter ausgebaut werden, sagte Verkehrsminister Christian Carius am Freitag in Erfurt. In Zeiten knapper Kassen und weniger potentieller Kunden aufgrund des demografischen Wandels könne ein attraktiver öffentlicher Personennahverkehr nur durch die intelligente Verknüpfung aller Verkehrsträger gestaltet werden.

Zielgerichtete Investitionen in die Schienenwege und die Verknüpfung mit anderen Nahverkehrsträgern seien darauf gerichtet, den integrierten Taktfahrplan weiter zu entwickeln. So sollen der ländliche Raum über zentrale Orte angebunden und die Ober- und Mittelzentren in Thüringen miteinander vernetzt werden. Länderübergreifend sollen auch die Fernverkehrsknoten in Leipzig, Halle, Bamberg, Würzburg, Kassel und Göttingen in den Thüringer Taktfahrplan eingebunden werden.

Nach Investitionen in den Ausbau der Strecken Erfurt-Würzburg, Arnstadt-Saalfeld, Eisenach-Eisfeld und Bad Langensalza-Kühnhausen steht nach Angaben des Ministeriums  künftig der Ausbau der Strecke Erfurt-Nordhausen im Mittelpunkt. Die Stadt Nordhausen soll später stündlich mit Express-Zügen in weniger als 60 Minuten mit dem ICE-Knoten Erfurt verbunden werden. Auf der Mitte-Deutschland-Verbindung werde der zweigleisige Ausbau der Streckenabschnitte zwischen Weimar und Großschwabhausen sowie Neue Schenke und Stadtroda bis 2015 erfolgt sein, wenn die ICE-Neubaustrecke nach Berlin in Betrieb geht.

Land förderte Ausbau des Nahverkehrs

Thüringen hat nach Angaben des Ministeriums im vergangenen Jahrzehnt für den Schienenpersonennahverkehr jährlich rund 220 Millionen Euro bereit gestellt. Den Straßenpersonennahverkehr der kommunalen Aufgabenträger unterstützte das Land mit jährlich gut 60 Millionen Euro. Trotz gleich bleibender Finanzmittel und sinkender Bevölkerungs- und Schülerzahlen konnten zuletzt mit 21 Millionen Personen in Regionalzügen rund drei Millionen mehr Menschen (knapp 17 Prozent) befördert werden als zehn Jahre zuvor. Auch der Ausbau des Straßenbahnnetzes führte zu einer Zunahme der Beförderungsleistung um rund 10 Prozent auf 71 Millionen Fahrgäste. Rückläufig ist hingegen die Nutzung von Bussen – insbesondere der Regionalbuslinien - mit rund 30 Prozent auf nunmehr 95 Millionen Personen.

18.05.2012