Geratherm erleidet Umsatz- und Ergebnisrückgang
Der Medizintechnikhersteller Geratherm Medical hat im ersten Quartal einen Umsatz- und Ergebnisrückgang hinnehmen müssen. Der Umsatz sank um 13,9 Prozent auf 4,1 Millionen Euro im Vergleich zum ersten Quartal des Vorjahres. Das operative Betriebsergebnis (EBIT) sank um 75,2 Prozent auf 148.000 Euro. Den Konzerngewinn gab das Unternehmen in seinem am Mittwoch veröffentlichten Quartalsbericht mit 136.000 Euro an.
Die Geschäftsentwicklung im ersten Quartal sei nicht zufrieden stellend, hieß es in dem Bericht. Die sehr milden Temperaturen des vergangenen Winters und das Ausbleiben einer Grippewelle in Europa hätten eine Anpassung der Produktion von Fieberthermometern in Geschwenda um zeitweise 30 Prozent erforderlich gemacht, was das Betriebsergebnis belastete. Positiv entwickelt hätten sich hingegen die neuen Geschäftssegmente Wärmesysteme und Respiratory, die deutlich zweistellige Umsatzzuwächse verzeichnet hätten. Auch das Wachstum der brasilianischen Tochter sei überdurchschnittlich gewesen.
Das Unternehmen geht davon aus, dass die Wachstumsdynamik der hochwertigen Medizinprodukte in den nächsten Quartalen anhalten wird. Die Umsatzentwicklung von Geratherm do Brasil werde die derzeitige Schwäche in Europa ausgleichen. Für das Kerngeschäft mit Fieberthermometern geht die Geratherm-Führung von einer Belebung im 2. Halbjahr aus. Weitere Produktionsreduzierungen seien nicht geplant, so dass von einer Erholung des Ertrags ausgegangen wird.
Geratherm beschäftigt derzeit konzernweit 135 Mitarbeiter. Während in Geschwenda 19 Mitarbeiter entlassen wurden, wurden in Sao Paulo 13 Mitarbeiter neu eingestellt.
24.05.2012
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