Existenz des Eisenacher Landestheaters scheint vorerst gesichert
Der Fortbestand des Theaters Eisenach scheint vorerst gesichert. Eisenachs Bürgermeisterin Ute Lieske hat nach Angaben der Stadtverwaltung am Freitag dem Stiftungsrat der Kulturstiftung Meiningen-Eisenach die rechtsverbindliche Erklärung zur Finanzierung der Spielzeiten 2012/2013 und 2013/2014 des Landestheaters abgeben.
Zuvor hatte der Stadtrat beschlossen, frei werdende Finanzmittel der Stadt zur Sicherung des Eigenanteils bei der Finanzierung der Theaterspielzeit 2013/2014 zu verwenden. Zudem hatte Lieske im Landesverwaltungsamt Zahlen vorgelegt, mit denen die Stadt sowohl Mehreinnahmen als auch Minderausgaben nachweisen konnte.
Matschie: Gutes Signal
Als „gutes Signal für die Thüringer Kulturlandschaft“ bezeichnete Thüringens Kulturminister Christoph Matschie, dass es gelungen sei, den Fortbestand des Theaters Eisenach bis 2014 zu sichern. Nachdem die Stadt Eisenach und der Wartburgkreis rechtsverbindlich erklärt hätten, ihre Anteile an der Finanzierung für die Spielzeiten 2012/13 und 2013/14 zu leisten, bestehe für den Stiftungsrat nicht mehr die Notwendigkeit, „eine unternehmerische Entscheidung zu treffen“. Das Land habe die Zusage der Stadt Eisenach finanziell abgesichert. „Ich bin froh, dass sich die Eisenacher Theatermacher nun wieder der künstlerischen Arbeit widmen können“, unterstreicht Matschie.
Haushalt stabilisieren
Matschie wies aber darauf hin, dass die Herstellung der finanziellen Handlungsfähigkeit der Stadt weiter auf der Tagesordnung bleibe. „Wir alle brauchen für die finanzielle Handlungsfähigkeit von Eisenach eine Lösung, die auf Dauer trägt“, sagte er. Nur so könne auch die Theaterfinanzierung über die volle Förderperiode bis 2016 erreicht werden. „Der Beitrag des Landes steht bis dahin bereit.“ Das gebe den Verantwortlichen Zeit, die notwendigen Entscheidungen zu treffen.
25.05.2012
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