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Industriebetriebe in den Neuen Ländern nach wie vor kleiner

Industriebetriebe in den neuen Ländern sind nach einer Untersuchung des Instituts für Wirtschaftsforschung Halle (IWH) immer noch kleiner und weniger exportorientiert als ihre westdeutschen Pendants. In ostdeutschen Industriebetrieben betrug 2011 der Anteil der Auslandsumsätze an den Gesamtumsätzen im Durchschnitt 32,3 Prozent. Der westdeutsche Vergleichswert lag bei 45,9 Prozent.

Als einen der Gründe für diese offenbar systematisch unter schiedlich starke Exportorientierung vermutet das Institut in der Betriebsgröße, da es größenspezifische Barrieren für den Markteintritt gebe. Werden Betriebe von Unternehmen mit 20 und mehr Beschäftigten betrachtet, seien im Durchschnitt in einem Industriebetrieb in den Neuen Ländern rund 90 Personen tätig, in den Alten Ländern seien es rund 142. Weiteres Unternehmenswachstum und vermehrte Exportanstrengungen müssten Hand in Hand

gehen.

29.05.2012