Zeitarbeitsfirma GeAT steigert Umsatz und Gewinn
Die Gesellschaft für Arbeitnehmerüberlassung Thüringen AG (GeAT) hat im vergangenen Jahr Umsatz und Gewinn gesteigert. Der Umsatz legte um 20,3 Prozent auf 35,5 Millionen Euro zu, sagte GeAT-Vorstandssprecher Helmut Meyer am Donnerstag bei der Vorlage der Jahresbilanz in Erfurt. Allerdings sank das Ergebnis um 12,5 Prozent auf 1,1 Millionen Euro.
Als Grund für den Rückgang nannte Meyer die auf über 32 Millionen Euro gestiegenen Personalkosten infolge von Tariferhöhungen. Außerdem habe die Firma ihren Werbeaufwand verstärkt. Es werde immer schwieriger, geeignete Fachkräfte zu gewinnen. Von den 1400 Mitarbeitern seien 2011 rund 700 Beschäftigte von den ausleihenden Betrieben abgeworben worden. „Die Zeitarbeit ist ein Sprungbrett in den ersten Arbeitsmarkt“, sagte Meyer. Allerdings falle es der GeAT zunehmend schwerer, die Abgeworbenen durch qualifizierte Mitarbeiter zu ersetzen.
In Polen aktiv
Daher sei die GeAT jetzt über eine Tochterfirma auch in Polen aktiv, sagte Meyer. Er halte es für denkbar, auch in anderen europäischen Ländern Fachkräfte für den deutschen Markt zu gewinnen, etwa in Spanien oder Griechenland. Allerdings gebe es dafür noch keine konkreten Pläne.
31.05.2012
Hintergrund
Viel Kohle ohne Risiko
Der Trojaner legte weltweit Computer lahm. Angeblich sollten die Nutzer pornografisches Material oder illegal Musik oder Videos aus dem Netz herunter geladen haben, erklärte die Mail mit dem Signum von Polizeibehörden aus aller Welt. 100 Euro sollte man zahlen, dann würde der Computer wieder frei geschaltet. Drei von 100 Betroffenen zahlten. Es hat ihnen nichts genützt, berichtet Gerald Hesztera von der europäischen Polizeibehörde Europol am Donnerstag auf einer Fachtagung in Erfurt. Sie sind Cyberkriminellen aufgesessen.
Termine in Thüringen
Frosts Kolumne
Harte Einschnitte
Regierungschefin Christine Lieberknecht spricht von einem „dramatischen Bericht“. Und in der Tat hat die von der schwarz-roten Landesregierung berufene Expertenkommission dem Freistaat harte Einschnitte nahe gelegt. Sie betreffen einerseits die Landesverwaltung selbst, andererseits aber auch die Kommunen und ihre Strukturen. Da aber beginnt ein Dilemma. Denn für die Reformen der beiden Ebenen hat Lieberknecht einen unterschiedlichen Zeitplan.
Abonnieren Sie hier kostenlos aktuelle Nachrichten aus Thüringen.

