Kommunaler Finanzausgleich wird reformiert
Der Kommunale Finanzausgleich in Thüringen wird reformiert. Finanzminister Wolfgang Voß stellte dafür am Mittwoch in Erfurt die Grundzüge der Reform vor. Allerdings ist das Vorhaben noch nicht mit Zahlen unterlegt. Voß will aber den Gesetzentwurf bereits Anfang Juli zusammen mit dem Haushalt für das kommende Jahr durch das Kabinett bringen, da der neue Finanzausgleich bereits Ab Anfang 2013 gelten soll.
Ziel der Reform sei es, das System des Finanzausgleichs zwischen Kommunen und Land zu vereinfachen, transparenter zu machen, den Finanzbedarf der Kommunen objektiver zu ermitteln und die vorhandenen Mittel zielgenauer einzusetzen. „Wir wollen damit auch die kommunale Selbstverwaltung stärken und mehr Verlässlichkeit und Stabilität in die Finanzbeziehungen zwischen Land und Kommunen bringen“, sagte Voß.
Das Modell sieht vor, den Kommunen eine regelgebundene angemessene Finanzausstattung zu gewährleisten. Diese sei von der Leistungskraft des Landes abhängig. Zur verfassungsmäßigen Kontrolle, ob diese ausreicht, werde eine unantastbare finanzielle Mindestausstattung ermittelt, die zur Erfüllung der Pflichtaufgaben und einem Mindestmaß an freiwilligen Aufgaben notwendig ist. Wie bisher sollen auch zusätzliche Leistungen des Landes außerhalb der Finanzausgleichsmasse gewährt werden.
06.06.2012
Hintergrund
Viel Kohle ohne Risiko
Der Trojaner legte weltweit Computer lahm. Angeblich sollten die Nutzer pornografisches Material oder illegal Musik oder Videos aus dem Netz herunter geladen haben, erklärte die Mail mit dem Signum von Polizeibehörden aus aller Welt. 100 Euro sollte man zahlen, dann würde der Computer wieder frei geschaltet. Drei von 100 Betroffenen zahlten. Es hat ihnen nichts genützt, berichtet Gerald Hesztera von der europäischen Polizeibehörde Europol am Donnerstag auf einer Fachtagung in Erfurt. Sie sind Cyberkriminellen aufgesessen.
Termine in Thüringen
15.06.2013 - „Tag der Offenen Tür“ bei PIKO am 15. Juni 2013 »
Frosts Kolumne
Harte Einschnitte
Regierungschefin Christine Lieberknecht spricht von einem „dramatischen Bericht“. Und in der Tat hat die von der schwarz-roten Landesregierung berufene Expertenkommission dem Freistaat harte Einschnitte nahe gelegt. Sie betreffen einerseits die Landesverwaltung selbst, andererseits aber auch die Kommunen und ihre Strukturen. Da aber beginnt ein Dilemma. Denn für die Reformen der beiden Ebenen hat Lieberknecht einen unterschiedlichen Zeitplan.
Abonnieren Sie hier kostenlos aktuelle Nachrichten aus Thüringen.


