Wirtschaft & Politik > überregional

Dämpfer für Industriekonjunktur in Ostdeutschland

Die Geschäftsaktivitäten in der ostdeutschen Industrie verlieren an Schwung.  Zwar wird die aktuelle Geschäftslage etwas besser eingeschätzt, doch werden die Geschäftsaussichten deutlich schlechter beurteilt, geht aus der jüngsten Umfrage des Instituts für Wirtschaftsforschung Halle (IWH) unter rund 300 ostdeutschen Industriebetrieben hervor.

Die Eintrübung der Aussichten für die nächsten sechs Monate betreffe besonders das Vorleistungsgütergewerbe, berichtete das Institut am Donnerstag. Die Risiken von Seiten der europäischen Schuldenkrise hätten wieder zugenommen.

Dass die befragten Unternehmen nicht mit einem Sommerhoch rechnen, bestätige auch die Bereinigung der Daten um jahreszeitlich bedingte Effekte. Vielmehr zeige sich eine relativ stabile Einschatzung des Geschäftsklimas, mit leichter Eintrübung in den letzten Monaten. Dieses nunmehr seit längerem gehaltene Niveau liege jedoch mit Ausnahme der sehr regen Geschäftsaktivitäten Mitte 2011 unter dem Niveau, welches die Konjunktur in der ostdeutschen Industrie vor Ausbruch der Wirtschafts- und Finanzkrise 2008 hatte.

07.06.2012