Dämpfer für Industriekonjunktur in Ostdeutschland
Die Geschäftsaktivitäten in der ostdeutschen Industrie verlieren an Schwung. Zwar wird die aktuelle Geschäftslage etwas besser eingeschätzt, doch werden die Geschäftsaussichten deutlich schlechter beurteilt, geht aus der jüngsten Umfrage des Instituts für Wirtschaftsforschung Halle (IWH) unter rund 300 ostdeutschen Industriebetrieben hervor.
Die Eintrübung der Aussichten für die nächsten sechs Monate betreffe besonders das Vorleistungsgütergewerbe, berichtete das Institut am Donnerstag. Die Risiken von Seiten der europäischen Schuldenkrise hätten wieder zugenommen.
Dass die befragten Unternehmen nicht mit einem Sommerhoch rechnen, bestätige auch die Bereinigung der Daten um jahreszeitlich bedingte Effekte. Vielmehr zeige sich eine relativ stabile Einschatzung des Geschäftsklimas, mit leichter Eintrübung in den letzten Monaten. Dieses nunmehr seit längerem gehaltene Niveau liege jedoch mit Ausnahme der sehr regen Geschäftsaktivitäten Mitte 2011 unter dem Niveau, welches die Konjunktur in der ostdeutschen Industrie vor Ausbruch der Wirtschafts- und Finanzkrise 2008 hatte.
07.06.2012
Hintergrund
Viel Kohle ohne Risiko
Der Trojaner legte weltweit Computer lahm. Angeblich sollten die Nutzer pornografisches Material oder illegal Musik oder Videos aus dem Netz herunter geladen haben, erklärte die Mail mit dem Signum von Polizeibehörden aus aller Welt. 100 Euro sollte man zahlen, dann würde der Computer wieder frei geschaltet. Drei von 100 Betroffenen zahlten. Es hat ihnen nichts genützt, berichtet Gerald Hesztera von der europäischen Polizeibehörde Europol am Donnerstag auf einer Fachtagung in Erfurt. Sie sind Cyberkriminellen aufgesessen.
Termine in Thüringen
Frosts Kolumne
Harte Einschnitte
Regierungschefin Christine Lieberknecht spricht von einem „dramatischen Bericht“. Und in der Tat hat die von der schwarz-roten Landesregierung berufene Expertenkommission dem Freistaat harte Einschnitte nahe gelegt. Sie betreffen einerseits die Landesverwaltung selbst, andererseits aber auch die Kommunen und ihre Strukturen. Da aber beginnt ein Dilemma. Denn für die Reformen der beiden Ebenen hat Lieberknecht einen unterschiedlichen Zeitplan.
Abonnieren Sie hier kostenlos aktuelle Nachrichten aus Thüringen.

