Landesarbeitsmarktprogramm wird erweitert
Das Landesarbeitsmarktprogramm „Arbeit für Thüringen und Zukunft Familie“ wird erweitert. Künftig sollen auch Projekte gefördert werden, mit denen in ausgewählten sozialen Brennpunkten arbeitslose Menschen in ihrem Sozial- und Wohnumfeld angesprochen werden. Dafür sollen Mittel aus dem Europäischen Sozialfonds (ESF) eingesetzt werden.
„Es geht vor allem darum, Menschen, die durch lange Arbeitslosigkeit sozial isoliert sind, in ihrem unmittelbaren Lebensumfeld abzuholen, sie wieder in soziale Zusammenhänge einzubinden und damit einen Beitrag zur Verbesserung ihrer Beschäftigungsfähigkeit zu leisten“, sagte Thüringens Arbeitsminister Matthias Machnig am Donnerstag in Erfurt.
In sozialen Brennpunkten
Gefördert werden könnten beispielsweise Bürgertreffpunkte, die in bereits bestehende Einrichtungen eingebunden werden. Förderfähig mit bis zu 100.000 Euro jährlich seien dabei kommunale oder freie Träger, die in Zusammenarbeit mit lokalen und regionalen Akteuren wie Sozial- und Jugendämtern, Jobcentern oder Wohnungsunternehmen solche Projekte umsetzen. Insgesamt stünden für diesen Zweck bis Mitte 2014 rund zwei Millionen Euro zur Verfügung. Zur Auswahl der Projekte wird ein Interessenbekundungsverfahren durchgeführt, an dem sich die Kommunen bzw. die von ihnen benannten Träger beteiligen können.
3300 Vermittlungen
Machnig zog eine positive Zwischenbilanz für das Landesarbeitsmarktprogramm. Rund 3300 Arbeitssuchende seien seit Programmstart im Mai 2010 in Beschäftigung und Qualifizierung vermittelt worden, davon 1700 auf dem ersten Arbeitsmarkt, rund 1300 in eine geförderte Beschäftigung und 300 in eine Aus- oder Weiterbildung. Mehr als 7800 Personen wurden im gleichen Zeitraum in den 24 regionalen Integrationsprojekten betreut.
07.06.2012
Hintergrund
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