Wohnen wird wegen Erhöhung der Hebesätze teurer
Thüringer Kommunen haben die Hebesätze für die kommunalen Steuern angehoben. Das ergab eine Untersuchung des Bundes der Steuerzahler (BdSt) in 38 Städten des Freistaates. Bereits im Vorjahr hatte die Mehrzahl der Kommunen die Hebesätze auch unter dem Eindruck der fiktiven Hebesätze des Finanzausgleichsgesetzes erhöht.
Damit werden die Bürger und Unternehmen in vielen Städten Thüringens weiterhin verstärkt zur Kasse gebeten, konstatierte der Steuerzahlerbund. Steuersenkungen fänden nicht statt, obwohl auch die kommunalen Einnahmen steigen.
In sechs Städten der 38 Kommunen wird 2012 der Hebesatz für die Grundsteuer B erhöht. Schmölln erhöht um 69 Prozentpunkte auf 389 Prozent, Mühlhausen um 60 Punkte auf 400 Prozent und Zeulenroda-Triebes schlägt 58 Prozentpunkte auf dann 373 Prozent zu. Aber auch in Erfurt, Gotha und Weimar müssen Hausbesitzer und Mieter ab diesem Jahr höhere Steuern verkraften. Gera ist mit 490 Prozent weiterhin Spitzenreiter für die Grundsteuer B. Danach kommen Jena mit 460 Prozent und die Landeshauptstadt mit 450 Prozent. Letztere erhöhte den Hebesatz um 30 Punkte.
Auch die Hebesätze für die Grundsteuer A, die für land- und forstwirtschaftlich genutzte Grundstücke erhoben wird, verändert sich bei fünf der untersuchten Städte. Sonneberg bleibt mit 345 Prozent weiterhin Spitzenreiter, gefolgt von Nordhausen (330 Prozent) und Gera (320 Prozent).
Mit einem Anstieg um 56 Punkte auf 296 Prozent hat Mühlhausen die höchste Steigerung bei dieser Steuerquelle, gefolgt von Schmölln und Heiligenstadt, die um 51 bzw. 50 Punkte auf 271 bzw. 300 Prozent erhöhen. Weimar und Zeulenroda-Triebes haben 2012 auch die Grundsteuer A erhöht.
Erfurt und Gera bei Gewerbesteuer vorn
Den höchsten Gewerbesteuerhebesatz der 38 Städte haben mit 450 Prozent (+30 Punkte) Erfurt und Gera. Es folgt das Heilbad Heiligenstadt, das mit der höchsten Steigerung von 60 Punkten nunmehr auf 420 Prozent aufwartet. Auf gleichem Niveau befinden sich Ilmenau und Jena.
07.06.2012
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