Umweltminister fordert Rücknahmepflicht für Energiesparlampen
Thüringens Umweltminister Jürgen Reinholz hat ein verpflichtendes Rücknahmesystems für gebrauchte Energiesparlampen im Handel gefordert. Bisher gebe es in Deutschland kein etabliertes, dichtes Netz an Rücknahmestellen, erklärte Reinholz am Dienstag in Erfurt.
Das gerade erst aktualisierte europäische Recht zur Entsorgung elektronischer Geräte sehe zwar eine Rücknahmepflicht vor, lasse jedoch Ausnahmen zu, wenn freiwillige Systeme genauso effektiv sind. „Ein Blick auf die Landkarte zeigt, dass dies nicht funktioniert“, sagte Reinholz. „Freiwilligkeit alleine reicht nicht. Gerade im ländlichen Raum, auch bei uns hier in Thüringen, gibt es riesige Lücken im freiwilligen Rücknahmenetz des Handels“, fügte der Ressortchef hinzu.
Reinholz appellierte zudem an die Bevölkerung, gebrauchte Energiesparlampen auch nicht in die Hausmülltonne zu werfen, so lange noch keine Rücknahmepflicht des Handels besteht. Die Lampen sollten entweder an einem der kommunalen Recyclinghöfe abgegeben werden oder bei den Geschäften, die am freiwilligen Rücknahmesystem „Lightcycle“ des Handels teilnehmen. Informationen über teilnehmende Geschäfte findet man unter www.lightcycle.de.
12.06.2012
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