Umbau der Stadien in Erfurt und Jena verzögert sich
Der geplante Umbau der Sportstadien in Erfurt und Jena zu Multifunktionsarenen verzögert sich. Grund ist, dass das Land vor Beginn der Ausschreibung die Vorhaben bei der EU-Kommission auf beihilferechtliche Zulässigkeit prüfen lassen will, sagte Wirtschaftsminister Matthias Machnig am Mittwoch in Erfurt. Nach den bisherigen Gesprächen in Brüssel sei er optimistisch, dass die Projekte genehmigt werden.
Für das Verfahren sollen die Pläne Erfurts überarbeitet und der noch ausstehende Entwuft Jenas entsprechend angepasst werden. Das Präqualifizierungsverfahren selbst werde etwa drei bis sechs Monate dauern. Deshalb werden die Bewilligungsbescheide voraussichtlich erst im nächsten Jahr erteilt. Hintergrund des Verfahrens sind Klagen privater Anbieter gegen den öffentlich geförderten Bau von Infrastrukturprojekten. Das hat nach den Worten Machnigs die EU-Kommission veranlasst, solche Vorhaben generell stärker zu prüfen.
40 Millionen Euro für Umbau
Die Stadien in Erfurt und Jena sollten ursprünglich bis Ende 2013 zu modernen Arenen umgebaut. Dazu stellt das Land insgesamt knapp 41 Millionen Euro aus der Gemeinschaftsaufgabe zur Verbesserung der regionalen Wirtschaftsstruktur zur Verfügung. Die Kommunen beteiligen sich mit jeweils rund 4 Millionen Euro Eigenanteil. Ziel ist es, das Steigerwald-Station in Erfurt und das Ernst-Abbé-Sportfeld in Jena zu multifunktionalen Veranstaltungsstätten zu erweitern.
Nach dem Umbau sollen beide Arenen, in denen derzeit der Fußball-Drittligist Rot-Weiß Erfurt und der in die Regionalliga abgestiegene Carl-Zeiss-Jena spielen, auch weiterhin für Leichtathletikveranstaltungen nutzbar sein. Um die Atmosphäre von Fußballstadien mit großer Nähe der Fans zum Spielfeld zu schaffen, sollen die Tribünen hinter den Toren beweglich sein und über die Laufbahnen geschoben werden können. Die Kapazität in Erfurt wird sich von derzeit 20.000 auf 21.600 Plätze, in Jena von 13.000 auf 17.200 Plätze erhöhen.
13.06.2012
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