Wachstum des Industrieumsatzes verliert an Fahrt
Das Umsatzwachstum der Thüringer Industrie hat an Intensität verloren. Die Umsätze in den Industriebetrieben mit 50 und mehr Beschäftigten stiegen im April 2012 gegenüber dem Vorjahresmonat nur noch um 0,1 Prozent. Das Umsatzwachstum war in den einzelnen Monaten 2012 von 10,5 Prozent im Januar über 5,7 Prozent im Februar auf 2,5 Prozent im März zurückgegangen. Bis Ende April sank das Umsatzwachstum auf 4,5 Prozent bei einem Arbeitstag mehr. In den ersten vier Monaten 2012 wurden Waren und Leistungen im Wert von 9,4 Milliarden Euro umgesetzt.
Einen wesentlichen Anteil an der schwächer werdenden Umsatzentwicklung hatten die Hersteller von chemischen Erzeugnissen (-13 Prozent) und von Kraftwagen und Kraftwagenteilen (- 8 Prozent), wie das Landesamt für Statistik am Freitag in Erfurt mitteilte..
Umsatzstarke Wirtschaftszweige mit einem zweistelligen Umsatzwachstum von Januar bis April 2012 zum Vorjahreszeitraum waren der Maschinenbau (+ 19 Prozent), die Metallerzeugung und -bearbeitung (+ 18 Prozent), die Herstellung von elektrischen Ausrüstungen (+ 11 Prozent) und die Herstellung von Metallerzeugnissen (+ 10 Prozent).
Die Umsätze mit dem In- und Ausland stiegen in den ersten vier Monaten 2012 um 4,5 bzw. 4,4 Prozent gegenüber den ersten vier Monaten des Vorjahres. Während das Wachstum beim Inlandumsatz von 9,4 Prozent im Januar auf 0,5 Prozent im Monat April zurückging, reduzierte sich das Wachstum des Auslandumsatzes von 12,9 Prozent auf - 0,7 Prozent, bedingt durch eine Verschlechterung der Umsätze in die Eurozone.
Ende April 2012 waren in den Thüringer Industriebetrieben rund 136.500 Personen beschäftigt. Damit war erstmals seit zwei Jahren wieder ein Rückgang gegenüber dem Vormonat zu verzeichnen (- 1000 Personen). Gegenüber Ende April 2011 waren es 4500 Beschäftigte mehr.
15.06.2012
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