Kultur

Ausstellung ägyptischer Schätze in Weimar


Die Archäologiestudentin Christin Müller mit einer vergoldeten Kartonagemaske aus der Antikensammlung des Instituts für Altertumswissenschaften der Universität Jena, die in der Ägypten-Ausstellung in Weimar gezeigt wird.

Die Archäologiestudentin Christin Müller mit einer vergoldeten Kartonagemaske aus der Antikensammlung des Instituts für Altertumswissenschaften der Universität Jena, die in der Ägypten-Ausstellung in Weimar gezeigt wird.

Archäologen der Friedrich-Schiller-Universität Jena haben eine Ausstellung mit Ausgrabungen aus Ägypten vorbereitet. Sie werden vom 27. Juni bis 24. August unter dem Motto „Ägypten – Unbekannte Schätze aus Thüringer Sammlungen“ im Weimarer Museum für Ur- und Frühgeschichte zu sehen sein. Zwei Drittel der etwa 200 Ausstellungsstücke stammen aus den Sammlungen der Jenaer Universität.

„Vor einigen Jahren entdeckten Mitarbeiter des Museums für Ur- und Frühgeschichte in Weimar in ihren Magazinen einige ägyptische Objekte, die dann von einer unserer Studentinnen aufgearbeitet wurden“, erzählt Dr. Dennis Graen vom Lehrstuhl für Klassische Archäologie der Uni Jena. „Nach der Restaurierung der Aegyptiaca entstand die Idee zu einer gemeinsamen Ausstellung.“ Auch andere Museen Thüringens aus Altenburg, Gera und Römhild nutzen die Gelegenheit, ihre Altertümer der Öffentlichkeit präsentieren zu können.

Dennis Graen und Archäologiestudentinnen und -studenten konzipierten gemeinsam mit dem Weimarer Museum eine Ausstellung, die das ägyptische Altertum in all seinen Facetten aufscheinen lässt. „Wir widmen uns unter anderem der Religion und dem Totenkult der Alten Ägypter, ihrer Medizin und ihrer Schrift“, sagt Organisator Graen. „Natürlich nehmen wir Bezug auf die reichhaltige Geschichte dieser Hochkultur, wobei ein Fokus auch auf der griechischen und römischen Herrschaft in Ägypten liegt.“ Außerdem beschäftigen sich die Jenaer Archäologen mit der spannenden Forschungsgeschichte, die Jahrtausende später einsetzte und mitunter Züge der Besessenheit trägt.

Stücke aus verschiedenen Museen

Für die abwechslungsreiche Gestaltung hat das Team auf verschiedene Sammlungen der Universität Jena zurückgreifen können. So stammen etwa ein präparierter Ibis und Skarabäen aus dem Phyletischen Museum, prachtvoll vergoldete Kartonagemasken aus der Papyrussammlung und einige steinerne Exponate aus der Mineralogischen Sammlung der Universität Jena.

Finanziell unterstützt werden die Ausstellungsmacher von dem Weimarer Museum, der Universität Jena, dem Förderverein der Jenaer Archäologie „Thiasos“ und der Sparkassenkulturstiftung Hessen-Thüringen. Nach der Präsentation in Weimar macht die Schau außerdem in Sömmerda und Gera Station.

22.06.2012