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Weniger Sauerkirschen geerntet


Grafik: TLS

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Thüringens Obstbauern werden in diesem Jahr schätzungsweise 7,8 Tonnen Sauerkirschen pro Hektar ernten. Das ist geringfügig weniger als der langjährige Durchschnitt der Jahre 2006/2011 von 7,9 Tonnen je Hektar. Da die Anbaufläche sich um weitere 11 Prozent zurückging, wird auch der Gesamtertrag deutlich geringer ausfallen.  

Wegen der unbefriedigenden Marktlage wurde die Rodung von Flächen für den Anbau von Sauerkirschen in den letzten Jahren weiter fortgesetzt, wie das Landesamt für Statistik am Mittwoch in Erfurt mitteilte. Die jetzige Anbaufläche entspricht nur noch 55 Prozent des im langjährigen Durchschnitt (D 2006/2011: 529 Hektar) vorhandenen Produktionspotentials. Für die Ernte 2012 liegt die im Ertrag stehende Bruttofläche bei 291 Hektar, der Ertrag wird voraussichtlich 2300 Tonnen erreichen, rund 800 Tonnen weniger als im vergangenen Jahr.

Für Süßkirschen wird ein Ertrag von 5,4 Tonnen je Hektar geschätzt. Damit läge der Flächenertrag geringfügig über dem sechsjährigen Mittel der Jahre 2006/2011 (5,3 Tonnen je Hektar). Die ertragsfähige Fläche für Süßkirschen stieg gegenüber dem Vorjahr um 3 Hektar (+ 1,3 Prozent) auf 208 Hektar. Nach ersten Berechnungen wird für dieses Jahr eine Erntemenge von 1100 Tonnen (2011: 1 790 Tonnen) erwartet.

Fast die Hälfte der Ernteberichterstatter müssen Ernteausfälle durch Spätfröste während der Blütezeit hinnehmen.

27.06.2012