28.07.2010
Der Thüringer Einzelhandel musste im Mai 2010 gegenüber dem Vorjahresmonat Umsatzverluste in Kauf nehmen. Er verringerte sich real (preisbereinigt) um 3,0 Prozent und nominal, d.h. in jeweiligen Preisen, um 2,2 Prozent gegenüber Mai 2009. Der Mai 2010 hatte allerdings mit 23 Verkaufstagen einen Verkaufstag weniger als der Mai 2009.
Für den Zeitraum Januar bis Mai 2010 steht für den Thüringer Einzelhandel ein Umsatzrückgang von real 2,3 Prozent und nominal 1,4 Prozent zu Buche. Im gleichen Zeitraum gingen die Beschäftigtenzahlen um 2,3 Prozent zurück, wie das Landesamt für Statistik am Mittwoch in Erfurt mitteilte.
Die meisten Branchen des Thüringer Einzelhandels hatten im Mai 2010 sowohl reale als auch nominale Umsatzrückgänge zu verzeichnen. Der deutlichste Rückgang war im „Einzelhandel mit Motorenkraftstoffen“ (Tankstellen) zu beobachten. Hier sanken die realen Umsätze im Vergleich zum Mai 2009 um 12,2 Prozent, die nominalen Umsätze gingen hingegen lediglich um 0,9 Prozent zurück.
Auch die vom Umsatzvolumen bedeutendste Branche des Thüringer Einzelhandels, der „Einzelhandel mit Waren verschiedener Art“ - hierzu zählen beispielsweise Supermärkte, Kaufhäuser und Verbrauchermärkte -, hatte im Mai 2010 deutliche Umsatzrückgänge zu verkraften (real: - 5,3 Prozent, nominal: - 4,4 Prozent).
Umsatzzuwächse konnten hingegen der „Einzelhandel mit sonstigen Gütern“ wie Uhren und Schmuck oder medizinische und orthopädische Artikel sowie der „Einzelhandel, nicht in Verkaufsräumen, nicht an Verkaufsständen oder auf Märkten“ vorweisen. Hier stiegen im Vergleich zum Mai 2009 sowohl die realen als auch die nominalen Umsätze.
Die Beschäftigtenzahlen im Thüringer Einzelhandel sind - wie auch in den Monaten zuvor - im Vergleich zum Vorjahresmonat gesunken (- 2,2 Prozent), wobei die Zahl der Vollzeitbeschäftigten (- 2,3 Prozent) nur geringfügig stärker zurückging als die Zahl der Teilzeitbeschäftigten (- 2,0 Prozent).
« zurück