Statistik

26.07.2010

Weniger Asylbewerber beziehen staatliche Leistungen

Ende 2009 erhielten in Thüringen 2741 Personen Leistungen nach dem Asylbewerberleistungsgesetz. Das waren 206 Personen oder 7,0 Prozent weniger als ein Jahr zuvor. Damit setzt sich der seit dem Jahr 2003 ununterbrochen bestehende Abwärtstrend fort. Die Zahl der Leistungsempfänger erreichte den bisher niedrigsten Stand.

Im Jahr 2009 wurden 15,9 Millionen Euro für Asylbewerberleistungen ausgegeben. Das waren 1,5 Millionen Euro oder 8,8 Prozent weniger als im Jahr 2008, wie das Landesamt für Statistik am Montag in Erfurt mitteilte.

Knapp zwei Drittel der Asylbewerber (1756 Personen oder 64,1 Prozent) waren Männer. Am 31.12.2008 betrug ihr Anteil 65,3 Prozent. Das Durchschnittsalter der Empfänger von Leistungen nach dem Asylbewerberleistungsgesetz lag wie im Jahr zuvor bei 27,2 Jahren.

Fast ein Viertel von ihnen (667 Personen bzw. 24,3 Prozent) waren Kinder im Alter unter 15 Jahren und 294 Personen bzw. 10,7 Prozent Jugendliche zwischen 15 und 21 Jahren. Weitere 1614 Personen bzw. 58,9 Prozent waren im Alter von 21 bis unter 50 Jahren und 166 Asylbewerber (6,1 Prozent) hatten am 31.12.2009 das 50. Lebensjahr bereits vollendet.

Fast zwei Drittel der Asylbewerber (1710 Personen bzw. 62,4 Prozent) kamen aus Asien, darunter 512 (29,9 Prozent) aus Aserbaidschan, 210 (12,3 Prozent) aus dem Irak und 142 Personen (8,3 Prozent) aus Afghanistan.

An zweiter Stelle standen die Europäer mit einem Anteil von 25,5 Prozent bzw. 698 Personen, darunter kamen 37,5 Prozent aus Serbien und Montenegro, 181 Personen bzw. 25,9 Prozent waren türkische Staatsbürger und weitere 152 Personen bzw. 21,8 Prozent kamen aus der Russischen Föderation.

Mehr als die Hälfte der Asylbewerber (53,2 Prozent) lebten am 31.12.2009 in Gemeinschaftsunterkünften (31.12.2008: 55,6 Prozent), 43,2 Prozent in eigenen Wohnungen (31.12.2008: 41,0 Prozent) und 3,6 Prozent in Aufnahmeeinrichtungen (31.12.2008: 3,3 Prozent).

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