Statistik
Thüringer Industrie im 1. Quartal 2012 mit Umsatzplus
Die Thüringer Industrie hat im ersten Quartal 2012 weiter zugelegt. In den Industriebetrieben mit 50 und mehr Beschäftigten stieg der Umsatz gegenüber dem Vorjahresquartal um 5,9 Prozent auf 7,1 Milliarden Euro. Die Auslandsumsätze erhöhten sich mit 6,0 Prozent geringfügig stärker an als die Erlöse aus dem Inland (5,9 Prozent). Die Exportquote lag bei 32,8 Prozent und entsprach dem Vorjahreswert. »
Steuereinnahmekraft der Kommunen stark gestiegen
Die Steuereinnahmekraft der Gemeinden aus Realsteuern, Gewerbesteuerumlage und den Gemeindeanteilen an der Einkommen- und Umsatzsteuer betrug im vergangenen Jahr 1,168 Milliarden Euro. Das waren 14 Prozent mehr als im Jahr 2010. Je Einwohner entsprach das einem Anstieg von 68 Euro auf nunmehr 524 Euro, den bislang höchsten Betrag für Thüringen, wie das Landesamt für Statistik ermittelte.»
5 Jahre zwischen erstem und zweitem Kind
Zwischen der Geburt des ersten und zweiten Kindes vergehen in Thüringen durchschnittlich fünf Jahre. Damit ist der Geburtenabstand in Thüringen deutlich länger als im alten Bundesgebiet, wo der Abstand nur etwa bei vier Jahren liegt. Während das dritte Kind in Thüringen durchschnittlich sechs Jahre nach dem zweiten Kind zur Welt kam, liegen in den alten Ländern fünf Jahre zwischen dem zweiten und dem dritten Kind.»
Thüringer Bauhauptgewerbe legt bei Umsatz zu
Von Januar bis Februar 2012 stieg nach der Umsatz in den Betrieben des Thüringer Bauhauptgewerbes im Vergleich zum entsprechenden Vorjahreszeitraum um 11,0 Prozent auf 156 Millionen Euro. In den neuen Bundesländern und in Deutschland fiel der Umsatzplus mit 5,7 Prozent und 3,1 Prozent geringer aus. »
Ausgaben der Thüringer Hochschulen im Jahr 2010 um 9,7 Prozent gewachsen
Im Jahr 2010 gaben die Thüringer Hochschulen 981 Millionen Euro für Lehre, Forschung und Krankenbehandlung aus. Das waren 87 Millionen Euro oder 9,7 Prozent mehr als im Jahr zuvor. »
2011 wurden 2803 Wohnungen bezugsfertig
Im Jahr 2011 wurden in Thüringen 2803 Wohnungen fertiggestellt. Das waren 233 oder 9,1 Prozent mehr Wohnungen als im Jahr zuvor, wie das Landesamt für Statistik am Dienstag in Erfurt mitteilte. Im Wohnungsneubau sei 2011 erstmals seit 14 Jahren wieder ein Anstieg gegenüber dem Jahr zuvor zu verzeichnen gewesen. »
Harter Winter traf vor allem Winterweizen und Wintergerste
Bei Thüringer Landwirten stehen zur Ernte 2012 nach vorläufigen Berechnungen insgesamt 364.900 Hektar mit Getreide (ohne Körnermais und Corn-Cob-Mix (CCM)) im Feld. Damit wurden 8500 Hektar Getreide bzw. 2 Prozent weniger angebaut als im Vorjahr. Eine wesentliche Ursache dafür sind nach Angaben des Landesamtes für Statistik notwendig gewordene Umbrüche von Flächen mit Wintergetreide, bedingt durch ungünstige Witterungseinflüsse. Hier sind vor allem die Regionen Süd- und Nordthüringen betroffen. »
Umsatz im Einzelhandel fast unverändert
Der Umsatz im Thüringer Einzelhandel lag im Februar 2012 preisbereinigt nahezu auf dem im Vorjahresmonat erreichten Niveau (-0,1 Prozent). Nominal, also in jeweiligen Preisen, übertraf er den Vorjahreswert um 1,8 Prozent. Der Februar 2012 hatte mit 25 Verkaufstagen allerdings einen Verkaufstag mehr als der Vorjahresmonat. »
Neu abgeschlossene Ausbildungsverträge 2011
Im Jahr 2011 begannen 11.576 Jugendliche in Thüringen eine duale Ausbildung. Das waren aufgrund der geringen Schulabgängerzahlen 733 Personen oder 6 Prozent weniger als im Jahr zuvor. Seit 1995 hat sich die Zahl der Neuabschlüsse in Thüringen fast halbiert. 1995 hatte es noch 21.657 Verträge gegeben. »
9,7 Prozent mehr Gästeübernachtungen
Im Februar 2012 wurden in den Thüringer Beherbergungsstätten 606.000 Gästeübernachtungen gezählt. Das waren 9,7 Prozent mehr Übernachtungen als im Februar 2011. Die Zahl der Gästeankünfte stieg um 6,5 Prozent auf 207.000, wie das Landesamt für Statistik am Mittwoch in Erfurt mitteilte. »
Jahresteuerung im April erstmals wieder unter 2 Prozent
Der Anstieg der Verbraucherpreise im Jahresvergleich lag im April erstmals seit Februar 2011 unter 2 Prozent. Der Index lag um 1,9 Prozent über dem Niveau von April 2011. Gegenüber dem Vormonat März 2012 stiegen die Preise im Durchschnitt um 0,2 Prozent, wie das Landesamt für Statistik am Montag in Erfurt mitteilte. »
Industrieumsatz stieg um 8 Prozent
Die Thüringer Industrie hat in den ersten 2 Monaten 2012 ihren Umsatz gegen+über dem gleichen Vorjahreszeitraum um 8,0 Prozent auf 4,5 Milliarden Euro gesteigert. Damit lag der Anstieg in Thüringen, wie bereits im Januar 2012 über dem der neuen Bundesländer mit 5,4 Prozent und dem deutschlandweiten Umsatzanstieg von 6,1 Prozent. Thüringen liegt damit im bundesweiten Ländervergleich auf dem 7. Platz.»
Weniger Gasthörer an Thüringer Hochschulen
Die Zahl der Gasthörer an Thüringens Hochschulen ist zurückgegangen. Für das Wintersemester 2011/12 meldeten die Thüringer Hochschulen 312 Gasthörer, darunter 167 Frauen. Das waren 30 Gasthörer bzw. 8,8 Prozent weniger als im Wintersemester 2010/11. »
318 Männer als Betreuer in Kitas
Im vergangenen Jahr arbeiteten 318 Männer als Betreuer in Thüringer Kindertageseinrichtungen. Damit hat sich die Zahl des männlichen pädagogischen, Leitungs- und Verwaltungspersonals gegenüber März 2006 mehr als verdreifacht. »
11,0 Prozent Umsatzwachstum im Thüringer Bauhauptgewerbe
Die Unternehmen des Thüringer Bauhauptgewerbes haben von Januar bis Februar 2012 einen Gesamtumsatz in Höhe von 156 Millionen Euro erzielt. Bei zwei Arbeitstagen mehr waren das 11,0 Prozent mehr als vor Jahresfrist. »
Hintergrund
„Fremd – Gehen“: Theater Erfurt entführt Besucher in fremde Länder
Der Spielplan für die Spielzeit 2012/13 am Theater Erfurt steht. Aber die Finanzierung ist noch unklar. Wie immer haben Generalintendant Guy Montavon und seine Mitstreiter ein Motto für die neue Spielzeit gewählt: „Fremd – Gehen“ lautet es dieses Mal und es kündet davon, dass die Besucher mit den vielen neuen Aufführungen an Schauplätze in aller Welt entführt werden sollen. Auch eine Uraufführung wird es wieder geben. »
Frosts Kolumne
Schuldenuhr im Rückwärtsgang
„Das freut natürlich den Finanzminister“, sagt der Finanzminister. Nach der Krise lief es besser als erwartet in Thüringens Wirtschaft. Die Steuereinnahmen stiegen stärker an als geplant. 343 Millionen Euro mehr wurden eingenommen. Deshalb musste das Land sich vergangenes Jahr weniger Geld leihen. Nur 261 Millionen Euro statt der 472 Millionen Euro, die im Haushalt einkalkuliert worden waren. Aber beruhigend ist das nicht. Der Schuldenberg ragt immer noch über mehr als 16 Milliarden Euro hoch. »
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