Wissenschaft

Erste Bluttransfusion im Mutterleib in Thüringen

Zum ersten Mal in Thüringen haben Mediziner an der Frauenklinik des Universitätsklinikums Jena (UKJ) einem ungeborenen Kind Blut übertragen. Die werdende Mutter hatte sich in der ersten Schwangerschaftshälfte mit einem Virus infiziert, wodurch die Blutbildung ihres Kindes gehemmt wurde. „Wenn die Blutarmut nicht behandelt wird, hätte das Ungeborene daran sterben können“, sagte Professor Dietmar Schlembach von der Abteilung für Pränatale Diagnostik und Therapie der Klinik für Frauenheilkunde und Geburtshilfe am UKJ.

Die Diplom-Trophologin Christin Arnold von der Universität Jena. Foto: Jan-Peter Kasper/FSU

Mit Nahrungsergänzungsmitteln Augenkrankheit vorbeugen

Der Altersbezogenen Makula-Degeneration (AMD) kann mit bestimmten Nahrungsergänzungsmitteln vorgebeugt werden. Zu diesem Ergebnis kamen Ernährungswissenschaftler der Friedrich-Schiller-Universität Jena. Sie hatten die Wirkung von regelmäßige Gabe von Lutein und Zeaxanthin untersucht. Dabei handelt es sich um Carotinoide, natürliche Pigmente pflanzlicher Herkunft. In der Netzhaut des Menschen wirken sie als eine natürliche Sonnenbrille, die schädliches UV-Licht von der Netzhaut fernhält.

Prof. Dr. Thomas G. Wendt (l.), Direktor der Klinik für Strahlentherapie und Radioonkologie am UKJ und Dr. Tilo Wiezorek, Leitender Medizinphysiker der Klinik, am neuen Tomotherapiegerät. Foto: UKJ/Szabo.

Erstes Tomotherapiegerät in Thüringen in Betrieb

Für die Versorgung krebskranker Patienten steht erstmals in Thüringen eine neue Bestrahlungstechnik zur Verfügung. Die Tomotherapie ermöglicht eine hochpräzise und schonendere Bestrahlung von Tumoren. Am Universitätsklinikum Jena (UKJ) wurde am Freitag das derzeit modernste Gerät auf diesem Gebiet in der Klinik für Strahlentherapie und Radioonkologie offiziell in Betrieb genommen.

WirtschaftsWoche zählt TU Ilmenau zu Deutschlands Spitzen-Universitäten

Die WirtschaftsWoche zählt die Technische Universität Ilmenau zu den zehn besten Universitäten in Deutschland 2013. Besonders im Bereich Informatik liegt sie in Deutschland vorn: den vierten Rang belegt sie in der Wirtschaftsinformatik, den sechsten Rang bei Informatik und Elektrotechnik. Auf rang 7 liegt sie in Wirtschaftsingenieurwesen und zehnter wurde sie im Maschinenbau.

Prof. Dr. Torsten Doenst (r.) und Dr. Gloria Färber (l.) mit dem Patienten (Foto: UKJ/Grau)

Jenaer Herzchirurgen setzen erstmals in Thüringen neues Mini-Kunstherz ein

Herzchirurgen des Universitätsklinikums Jena (UKJ) haben erstmals in Thüringen einem Patienten ein neues Mini-Kunstherz eingesetzt. Kern des neuen Kunstherz-Systems ist eine Miniatur-Blutpumpe. Sie hat lediglich die Größe einer normalen Batterie und wiegt nur 25 Gramm, wie das Klinikum mitteilte.

Studie: „Kleine“ Operationen oft viel schmerzhafter als gedacht

Vermeintlich kleine Operationen verursachen wegen unzureichender oder falscher Therapieverfahren größere Schmerzen als notwendig. Das ergab die Auswertung von mehr als 50.000 Patientendaten aus 105 deutschen Krankenhäusern. Danach zogen einige der großen Eingriffe wie Lungen-, Magen- oder Prostataoperationen erstaunlich wenig Schmerzen nach sich während Blinddarmoperationen oder Mandelentfernungen, also relativ kleine, aber häufige Eingriffe, ausgesprochen schmerzhaft waren.

Ilmenauer Wissenschaftler arbeiten an Chips im Nanometerbereich (Foto: TU Ilmenau)

TU Ilmenau entwickelt Chiptechnologie von übermorgen

Die Technische Universität Ilmenau führt ein europäisches Projekt an, in dem neue Technologien zur Entwicklung elektronischer Chips erforscht werden. In dem 18-Millionen-Euro-Projekt entwickeln die Wissenschaftler nanoelektronische und nanomechanische Systeme. Sie sind nur fünf bis zehn Mal größer als die heute gültige theoretische Untergrenze: das Atom.

Universität Jena und Finanzuniversität Moskau kooperieren

Die russische Finanzuniversität in Moskau und die Friedrich-Schiller-Universität kooperieren in den Bereichen Sportmanagement und Sportökonomie. Die jetzt unterzeichnete Kooperationsvereinbarung sieht gemeinsame Forschungsprojekte sowie den Austausch von Wissenschaftlern, Lehrkräften und Studenten vor.

Rapsfeld in der Nähe von Erfurt (Foto: Uwe Frost)
Prof. Jahreis von der FSU Jena (Foto: Kasper/FSU)

Raps kann Soja als Proteinquelle ersetzen

Raps kann nach Einschätzung Jenaer Wissenschaftler Soja als Eiweißquelle in der Ernährung des Menschen ersetzen. Die Untersuchungen von Prof. Dr. Gerhard Jahreis vom Institut für Ernährungswissenschaften der Friedrich-Schiller-Universität Jena und seinem Team hätten ergeben, dass es keine Rolle spielt, ob Menschen die Proteine von Soja oder Raps aufgenommen werden.

Astrophysiker Prof. Dr. Ralph Neuhäuser von der Uni Jena vermutet, dass die Erde von einem kurzen Gammablitz getroffen wurde. (Foto: Jan-Peter Kasper/FSU)

Erde vor über 1200 Jahren von Strahlungsblitz getroffen

Die Erde ist vor etwas mehr als 1200 Jahren von einem kosmischen Strahlungsblitz getroffen worden. Jenaer Astronomen haben nun die Quelle dieser Strahlung ausfindig gemacht. Vermutlich wurde der Blitz durch die Kollision zweier Schwarzer Löcher ausgelöst. In Frage komme auch der Zusammenstoß von Neutronensternen. Dabei ereignete sich dieser Zusammenprall praktisch vor unserer Haustür, in 3000 bis höchstens 12.000 Lichtjahre von der Erde entfernt in der Milchstraße.